Welttag des Buches


WDBNesbo2012

Heute war es also soweit. Bereits letzte Woche hatte ich meine 30 Bücher (Schneemann von Jo Nesbø) zur Verteilen abgeholt, bei BookCrossing registriert und dezent gelabelt (da BookCrossing ja nicht im Vordergrund dieser Aktion der Stiftung Lesen stand). (Siehe auch diesen Beitrag). Und nachdem ich bereits am Wochenende am paar Bücher an Nachbarn und Bekannte losgeworden war, ging es heute in die Stadt um wildfremde Menschen einen guten Krimi zu schenken.

Die Reaktionen waren schon erstaunlich. Etwas einfach so geschenkt zu bekommen scheinen die Menschen nicht mehr gewohnt zu sein. Da sieht man wieder, wie die heutige Werbung schon so geprägt ist, dass bei jedem Geschenk automatisch vermutet wird, dass man irgendeinen Vertrag oder seine persönlichen Daten bekannt geben muss. Und nichts von alledem war hier der Fall. Und auch wenn diese Bücher von mir bei BookCrossing registriert sind, ist keiner gezwungen dort eine Nachricht zu hinterlassen. Und wenn es doch jemand macht, freue ich mich natürlich.

Und war war ich unterwegs in einige Kölner Parks sowie am Rheinufer(*). In der Regel fing mein Satz wie folgt an: “Entschuldigen Sie, wann haben sie zuletzt ein Buch gelesen?“. Die darauf folgende Gespräche können wie folgt zusammengefasst werden:

57% der Gefragten waren interessiert und haben somit ein Buch bekommen. Davon waren 33% zwar Vielleser, konnte denen aber das Buch nicht mehr verweigern, nachdem ich sie so Neugierig gemacht hatte. Immerhin 43% dieser Gruppe hatten schon länger kein Buch mehr gelesen. Und 24% waren zwar auch Vielleser, wussten aber sofort jemanden, wem sie das Buch schenken könnten, damit derjenige mal wieder ein Buch liest…

Die restlichen 43% die kein Buch bekommen haben, sind wie folgt aufgeteilt: 2% hatten den Schneemann schon gelesen und 15% mochten überhaupt keine Krimis. 13% waren bekennende Nichtleser – und wollten sich auch nicht darauf einlassen. Weitere 11% gaben an, einfach keine Zeit zu haben (davon waren einige, weil sie noch zu viele andere Bücher zu lesen hatten…). Tja, und die letzten 2%… waren Touristen die keine deutsche Bücher lesen. Quelle malheur…

Alles im allen hat diese Aktion Spass gemacht und war doch ein Tick anstrengender als gedacht.

Du warst heute auch ein Buchverschenker? Wie war denn Dein Tag?
Neugierig,
Euer Wy


(*) Der eigentliche Plan, in den Parks auf einer Bank verschiedene Bücher auszulegen, während ich eins davon Lese mitsamt Plakat: “Les’ mal wieder ein Buch!” ist bedingt durch die Wetterlage spontan umgestaltet worden.

3 Gedanken zu „Welttag des BuchesAntwort schreiben

  1.  01
    kichererbse01 sagt:

    Buchschenkerin war ich nicht sondern Beschenkte. Auf dem Hamburger Rathausmarkt wurden der Schneemann und andere Bücher verschenkt. Jeder Besucher durfte sich eines aussuchen. Ulrich Wickert moderierte eine Runde mit illustren Gästen. Charlotte Roche las aus ihren Schoßgebeten. Warum gab es eigentlichen keinen Bookcrossingstand auf diesem Event, hab ich mich hinterher gefragt. Der Buchschenkgedanke ist ja ganz nah am Crossen. Das nächste Mal sollten wir gezielt Werbung machen, finde ich.

    Weltnacht des Buches mit prominenten Bücherfreunden

    Antworten
  2.  02
    Wyando sagt:

    kichererbse01 schrieb:

    Warum gab es eigentlichen keinen Bookcrossingstand auf diesem Event, hab ich mich hinterher gefragt.

    Ich koennte mir vorstellen, dass es daran lag, dass eine grosse Buchhandelskette, die diese WBN wohl auch gesponsert hat, nach dem Desaster vom letzten Jahr mit BCHQ, kein sonderliches Interesse mehr an eine BookCrossing-Aktion hatte… !stumm!

    Grüsse nach Hamburg!
    P.S: Deinen Kommentar ist der erste gewesen, den ich aus dem Spamfilter fischen musste !;) . Die erste von gut 1400 Spam-Kommentare, die diese Webseite schon gefiltert hat. Damit kann ich leben…

    Antworten
  3.  03
    RalfH sagt:

    Hexenberg73, haybramus und ich haben unsere Welttagsbücher am Samstag, den 21.04.2012 in Aachen verteilt. Wir hatten ebenfalls den Schneemann sowie “Schneewittchen muss sterben” von Nele Neuhaus und “Mondscheintarif” von Ildikó von Kürthy.
    Merkwürdig fand ich, dass wir darauf angesprochen wurden, ob wir den Koran verteilen würden. Einige Leute drehten gleich ab, wenn man mit den Büchern auf sie zu kam. Andere sagten, sie hätten schon so viel an Wochenendeinkäufen zu schleppen. Und einige sagten auch, dass sie nicht lesen. Ander wiederum lehnten die Mitnahme ab, weil sie nur niederländisch oder französisch sprachen. Aber viele zeigten sich auch sehr erfreut und so waren unsere Bücher innerhalb einer halben Stunde verteilt.

    Es stellte sich übrigens als recht günstig heraus, sie auf dem Wochenmarkt zu verteilen, wohl weil die Leute dort ein wenig verweilten und dann eher bereit waren, ein Buch anzunehmen.

    Unterm Strich war es eine sehr schöne Aktion, bei der ich nächstes Jahr gerne wieder mitmache. :bc:

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